Medizinstandort Erlangen weiter stärken

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Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro. Foto: Michael Rabenstein/Uniklinikum Erlangen

Professor Heinrich Iro jetzt hauptamtlicher Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Erlangen

Der erste hauptamtliche Ärztliche Direktor des Uniklinikums Erlangen ist Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Iro. Er wurde vom Bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst und Aufsichtsratsvorsitzenden des Uniklinikums Erlangen, Markus Blume, zum 1. April 2025 für zunächst fünf Jahre ernannt. Gleichzeitig wurde Prof. Iro von seinem Amt als Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie emeritiert. Zuvor hatte Prof. Iro das Amt des Ärztlichen Direktors seit 2009 nebenamtlich ausgeübt. Nur in einem bayerischen Uniklinikum, in Regensburg, gibt es jetzt noch einen Ärztlichen Direktor im Nebenamt.

Prof. Iro freut sich auf den neuen Aufgabenschwerpunkt und sagte: „Wer sich die aktuellen Entwicklungen in Gesellschaft und Gesundheitswesen anschaut, sieht schnell, dass es in unserer Kliniklandschaft einiges zu tun gibt. Das gilt natürlich auch für das Uniklinikum Erlangen, das laut Nachrichtenmagazin Newsweek zu den Top Ten 2025 in Deutschland zählt. Damit das in den kommenden Jahren so bleibt, müssen wir unsere Strukturen an die neuen Anforderungen anpassen. Das betrifft interne Abläufe genauso wie unsere Technik und Gebäude. Mein Vorteil ist, dass ich das Uniklinikum sehr gut kenne und nach 16 Jahren als nebenamtlicher Ärztlicher Direktor nun meine ganze Kraft in diese Aufgabe stecken kann.“ Insbesondere die Digitalisierung und die Kooperation mit benachbarten Krankenhäusern soll vorangetrieben werden. „Wir wollen den Medizinstandort Erlangen weiter stärken und unseren Patientinnen und Patienten modernste medizinische Diagnostik und Therapien anbieten, die es woanders noch nicht gibt“, so Prof. Iro.

Vom Saarland ins Land der Franken

Prof. Iro wurde 1956 in Saarbrücken geboren. Von 1975 bis 1981 studierte er Humanmedizin an der Universität des Saarlandes. 1981 folgte die Approbation als Arzt. Ein Jahr später legte Heinrich Iro das US-amerikanische Staatsexamen ab und wurde zum Dr. med. promoviert. Im Anschluss an seinen Wehrdienst als Stabsarzt im Bundeswehrkrankenhaus Bad Zwischenahn arbeitete er zehn Jahre lang als Assistenzarzt der HNO-Klinik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. In dieser Zeit legte Dr. Iro seine Prüfung als Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ab und erwarb die Zusatzbezeichnungen „Plastische Operationen“, „Spezielle HNO-Chirurgie“ sowie später „Umweltmedizin“ und „Allergologie“. 1995 wurde er zum Professor für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde an der Universität des Saarlandes ernannt und zum Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums des Saarlandes. Im Jahr 2000 folgte er dem Ruf auf eine C4-Professur für HNO-Heilkunde an die FAU Erlangen-Nürnberg und übernahm die Leitung der Hals-Nasen-Ohren-Klinik – Kopf- und Halschirurgie des Uni-Klinikums Erlangen. Im Oktober 2004 wurde Prof. Iro zum stellvertretenden Ärztlichen Direktor bestellt, im Februar 2009 zum nebenamtlichen und zum 1. April 2025 zum hauptamtlichen Ärztlichen Direktor.

Ärztlicher Direktor ist Sprecher des Klinikumsvorstands

Die Aufgaben des Ärztlichen Direktors sind im Bayerischen Universitätsklinikagesetz festgelegt. Der Ärztliche Direktor ist Vorsitzender des Klinikumsvorstands, in dem neben dem Kaufmännischen Direktor (Dr. Albrecht Bender) und dem Pflegedirektor (Reiner Schrüfer) auch der Dekan der Medizinischen Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg (Prof. Dr. Markus F. Neurath) vertreten ist. Der Ärztliche Direktor ist Dienstvorgesetzter der über 1.200 am Uniklinikum Erlangen tätigen wissenschaftlichen, ärztlichen und zahnärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Ausnahme der Professorinnen und Professoren sowie der Juniorprofessorinnen und -professoren. Er übt das Hausrecht im Uniklinikum aus und vertritt es als Vorstandsvorsitzender nach außen. Das Uniklinikum Erlangen versorgt mit seinen mehr als 9.800 Mitarbeitenden jährlich über 660.000 ambulante und rund 60.000 stationäre Fälle.

Weitere Informationen:

Johannes Eissing
09131 85-36102
presse(at)uk-erlangen.de

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